⚠️ Medizinischer Hinweis Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche, pharmazeutische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an qualifizierte Fachpersonen.

Hypoglykämie: Unterzuckerung erkennen und behandeln

Eine Hypoglykämie, im Volksmund auch Unterzuckerung genannt, tritt auf, wenn der Blutzuckerspiegel unter 70 mg/dL (3,9 mmol/L) fällt. Dies ist ein medizinischer Notfall, der schnelle Reaktion erfordert. Besonders bei Menschen mit Diabetes ist das Risiko für eine Unterzuckerung erhöht, kann aber auch bei anderen Erkrankungen oder in seltenen Fällen bei gesunden Personen auftreten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie eine Hypoglykämie erkennen, welche Ursachen dahinterstecken und wie Sie richtig reagieren.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht auf eine Hypoglykämie oder bei wiederholten Unterzuckerungen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Symptome und Anzeichen einer Hypoglykämie

Die Symptome einer Unterzuckerung treten häufig plötzlich auf und können von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Typische Warnsignale sind Zittern, Schwitzen, Herzrasen und Nervosität. Viele Betroffene berichten auch von Heißhunger, Kopfschmerzen und Schwindel. In leichteren Fällen können Konzentrationsschwierigkeiten und Müdigkeit auftreten.

Bei stärkerer Unterzuckerung können sich die Symptome verschärfen. Es kann zu Verwirrtheit, Sprechstörungen, Sehstörungen oder sogar zu Krampfanfällen kommen. Im schlimmsten Fall kann eine unbehandelte schwere Hypoglykämie zu Bewusstlosigkeit führen. Besonders Menschen mit Diabetes Typ 1: Insulintherapie und Alltag sollten diese Warnsignale gut kennen und ernst nehmen.

Ursachen und Risikofaktoren

Die häufigste Ursache für Hypoglykämie ist eine Überdosierung von Insulin oder blutzuckersenkenden Medikamenten bei Diabetikern. Auch eine unzureichende Nahrungsaufnahme nach Insulingabe oder intensivere körperliche Aktivität als gewöhnlich kann zu Unterzuckerung führen.

Neben Diabetes können auch andere Erkrankungen zu Hypoglykämie führen. Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, wie beispielsweise eine Bauchspeicheldrüsenentzündung: Akut und chronisch, können den Blutzuckerstoffwechsel beeinflussen. Auch Lebererkrankungen spielen eine Rolle, da die Leber eine zentrale Funktion im Zuckerstoffwechsel hat. Starker Alkoholkonsum kann ebenfalls zu gefährlichen Unterzuckerungen führen, ebenso wie chronische Lebererkrankungen wie Leberzirrhose: Alkohol und Lebergesundheit.

Weitere Risikofaktoren sind intensives Fasten, schwere Infektionen und bestimmte Hormonmangel. Menschen mit Nierenproblemen sollten besonders aufmerksam sein, da auch Chronische Nierenerkrankung: Stadium und Management den Blutzuckerspiegel beeinflussen kann.

Behandlung und erste Maßnahmen

Wenn Sie oder eine andere Person Symptome einer Hypoglykämie zeigen, ist schnelles Handeln wichtig. Bei bewusstseinsklar Betroffenen sollten sofort schnell wirkende Kohlenhydrate zugeführt werden. Ideal sind etwa 15 Gramm leicht verfügbare Zucker, wie drei bis vier Traubenzuckertabletten, ein Glas Fruchtsaft oder ein Stück Traubenzucker. Nach etwa 15 Minuten sollte der Blutzucker erneut gemessen werden.

Ist die Person bewusstlos oder kann nicht schlucken, darf nichts in den Mund gegeben werden. In diesem Fall ist sofort der Notarzt (112) zu rufen. Menschen im direkten Umfeld sollten die Person in die stabile Seitenlage bringen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei ihr bleiben.

Nach einer Hypoglykämie ist es wichtig, ein stabilisierendes Essen zu sich zu nehmen, das Kohlenhydrate und Eiweiß enthält, um den Blutzucker längerfristig zu stabilisieren. Dies könnte beispielsweise ein Stück Brot mit Käse oder ein Joghurt sein.

Vorbeugung und langfristige Maßnahmen

Menschen mit Diabetes sollten ihre Blutzuckerwerte regelmäßig überprüfen und mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin einen individuellen Behandlungsplan besprechen. Regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Flüssigkeit und angepasste körperliche Aktivität helfen, Unterzuckerungen zu vermeiden. Ein Blutzuckermessgerät sollte immer zur Hand sein, und Vertrauenspersonen sollten über die Symptome und Erste-Hilfe-Maßnahmen informiert sein.

Eine Hypoglykämie ist eine ernsthafte Situation, die schnelle Reaktion erfordert. Mit Wissen über Symptome, Ursachen und richtiges Verhalten können Sie sich selbst und anderen effektiv helfen.

Bei Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Arzt.